Drainageschichten unter Balkon und Terrasse
Wasser ist der größte Feind von Balkon- und Terrassenbelägen.
Beläge und Anschlussbereiche an Balkon und Terrasse werden durch Fassadenwasser und Oberflächenwasser belastet.
Daher fordern die einschlägigen Normen und Richtlinien den Einbau von
Flächendrainagen, um eindringendes Oberflächenwasser abzuführen.
Das international renommierte Textil- und Baustoffinstitut Greven(tbu) hat
erstmals die Funktionsfähigkeit von Drainschichten untersucht. Die
Ergebnisse wurden in einer Studie zusammengefasst.
Im Ergebnis ist festzuhalten, dass über 50% der marktgängigen
Drainschichten ungeeignet sind. Bei barrierefreien Übergängen sind es sogar
75%! Dabei hat vor allem das schlechte Wasserableitvermögen von Kies, Splitt
und Einkornmörteln überrascht. Als Unterstützung für Planende und
Ausführende enthält die Studie Richtwerte für das erforderliche
Wasserableitvermögen von Drainagen, je nach Einsatzbereich.
Inhalt der Studie
- Mit welchen Beanspruchungen durch Niederschläge ist auf Balkonen und
Terrassen zu rechnen?
- Prüfung des Wasserableitvermögens
- Gegenüberstellung der Ergebnisse zum Wasserableitvermögen von
Drainschichten
- Bewertung der Prüfergebnisse
- Fazit
- Hinweise zu Regelwerken - zu Drainschichten - zu Wandanschlüssen
- Richtwerte für Wasserableitvermögen von Drainschichten
Fazit
Die Untersuchungen haben gezeigt, dass überall, wo mit Hilfe von
Drainagerosten die Schwellenhöhen von Balkonen und Terrassentüren reduziert
werden, weder Drainschichten aus Kies und Splitt noch aus Einkornmörtel allein
geeignet sind. Diese benötigen eine zusätzliche Drainagematte/-platte. Werden
Türschwellen barrierefrei ausgebildet, wobei oft eine wesentlich größere
Wassermenge jederzeit und auf Dauer rückstandsfrei zu entwässern ist, sind nur noch leistungsstarke Industriedrainagen geeignet.
- Für die richtige Beurteilung der geeigneten Drainage ist neben der
vertikalen Drainagewirkung vor allem das horizontale Wasserableitvermögen
entscheidend.
- Diese Komponente erlangt zusätzlich Bedeutung, wenn Wasser nicht nur über
Belagsfugen, sondern auch über Drainroste in Türschwellen in die Drainschicht
abgeführt wird.
- Die gemessenen Wasserableitwerte der marktgängigen Drainschichten weisen
eine überraschend große Spreizung auf. Die horizontale Entwässerungsleistung
von drainierenden Mörtelschichten unterstreicht, dass diese allein das über
die Mörtelfugen in den Belag eindringende Wasser abführen können. Sobald im
Türschwellenbereich Drainageroste eingebaut werden sollen, sind sie als
alleinige Drainung nicht geeignet.
- Für die Wahl der richtigen Drainagen müssen die jeweiligen Details zu den
Belastungskriterien berücksichtigt werden. Dazu zählen z.B. die Fugenbreiten
offenfugig verlegter Plattenbeläge, der Einbau von Drainrosten oder
Kiesstreifen zwischen Belag und Außenwand für die gezielte Abführung von
Fassadenwasser. sowie die Anschlusssituation im Türschwellenbereich mit
Drainagerosten. Barrierefrei ausgeführte Balkon- und Terrassentürschwellen
stellen besonders hohe Anforderungen an eine Drainageschicht.
- Dieser Bericht enthält deshalb auch Richtwerte für das
Wasserableitvermögen von Drainageschichten unter Berücksichtigung der
gängigsten Einbausituationen von Drainagerosten im Schwellenbereich. Diese
sollen Planern und Ausführenden helfen, Unsicherheiten bei der Entscheidung
für eine geeignete Drainageschicht auszuräumen.
Besonders bei niedrigen Türschwellen und beim barrierefreien Bauen kann Entwässern schwierig sein. Da oft Drainageroste eingesetzt werden, müssen die Flächendrainagen leistungsfähig sein. Hier haben sich Drainagematten der Firma Gutjahr bewährt.
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