 Gestaltung an letzten Orten
Hospize und Abschiedsräume
Diese Studienarbeit hat das Ziel, die Gestaltung von Räumen für sterbende und trauernde Menschen näher zu betrachten. Bilder, Texte, Hör- und Filmsequenzen erläutern das Thema. Dabei stellen sich folgende Fragen, für welche die Autorin Antworten findet und Lösungsansätze bietet: Wie sieht die räumliche Umgebung aus, in welcher Menschen in der Lebensphase des Sterbens wohnen? Welche speziellen Orte gibt es? Wo sterben Menschen? Was genau nehmen sie wahr? Was ist wichtig, wenn Sterbende "das letzte mal leben"? Wo können Menschen trauern? Wie sehen Sterbe- und Trauerorte heute aus? Wie schafft man Räume, die Mut machen - für das Leben vor dem Tod?
Warum überhaupt?
Es ist kein leichtes Thema: Gestaltung für Sterbeorte und Trauerorte.
Wir müssen alle einmal sterben - oder anders gesagt: "in the long term, we are all dead"1. Der Tod ist ein zentrales Thema im Leben und ereilt uns irgendwann. Jährlich sterben in Deutschland 860.000 Menschen2 und mehrere Millionen Trauernde nehmen Abschied von ihren Verstorbenen.
Bezug zur Gestaltung.
Es stellt sich die Frage, wie sieht die räumliche Umgebung aus, in welcher Menschen in dieser Phase leben. Welche speziellen Orte gibt es? Wo sterben Menschen? Was genau nehmen sie wahr? Was ist wichtig, wenn Sterbende "das letzte mal leben"? Doch damit nicht genug. Wenn ein Mensch stirbt, bleiben Angehörige und Freunde mit ihrer Trauer zurück. Wo können Menschen trauern? Welche Räume haben die Hinterbliebenen in dieser seelisch und körperlich anstrengenden Lebensphase für ihre Trauer und welche Umgebung suchen sie?
Schließlich: Wie sehen Sterbe- und Trauerorte heute aus - da der Umgang mit dem Lebensende gestaltbar geworden ist? Räume brauchen Lösungen für Proportionen, Licht, Farbe, Geruch, Material, Akustik, technische Ausstattung etc. Wie schafft man Räume, die Mut machen - für das Leben vor dem Tod?
Ziele?
Auf diese Fragen möchte ich Antworten geben. Diese Studienarbeit hat das Ziel, die Gestaltung von Räumen für sterbende und trauernde Menschen näher zu betrachten. So ging ich auf Reisen, um diese Orte zu sehen. Bilder, Texte, Hör- und Filmsequenzen beschreiben das Thema.
Inhalte ...
1 [verführen]
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Aufmerksamkeit für die Sache
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2 [verstehen]
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Vorstellungen über Sterben und Tod
Früher und Heute Von der Antike bis in die Neuere Zeit
Kirche und Tempel Aus der Sicht der fünf Weltreligionen
Hier und Dort Ägypten, Ghana, Deutschland, Mexiko |
3 [versterben]
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Orte für Sterbende
Bett und Stuhl Bewohnerzimmer in Hospizen und Palliativstationen
Gut und Besser Kriterien und Empfehlungen für die Gestaltung |
4 [verabschieden]
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Orte für Trauernde
Kerze und Kühle Abschiedsräume in Hospizen, Seniorenheimen,
Krankenhäusern
Aufbahrung und Abschied Feierhallen auf Friedhöfen und in
Bestattungshäusern
Gut und Besser Kriterien und Empfehlungen für die Gestaltung |
5 [verbleiben]
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Literatur, Weblinks und Schluss
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[verführen], [verstehen], [versterben], [verabschieden] und [verbleiben] - 5 Themenblöcke hat dieses Buch. Bereits das kleine Verbpräfix "ver-" weist darauf, daß mit diesen Kapiteln Zeitabläufe sowie Raum- und Zustandsveränderungen eng verbunden sind - und trifft damit den Kern der Sache.
Im ersten Kapitel findet der Leser eine Einführung. Diese soll ihn verleiten, gleichsam [verführen], zu diesem spannenden Thema um Sterben und Verabschieden. Wie so oft bei sensiblen Themen, ist es wichtig, erst zu [verstehen], und dann zu verändern! Deshalb möchte ich beschreiben, was der Tod für die Menschen bedeutet: Welche Vorstellungen gibt es vom Tod, in der Antike oder in der neueren Zeit, mit Blick auf die fünf Weltreligionen und in den verschiedenen Kulturen, wie Mexiko oder Ägypten.
Obwohl sich dieser Teil der Arbeit nicht konkret mit Räumen beschäftigt, ist er Voraussetzung dafür, die vorhandene Gestaltung zu verstehen und darüber hinaus auch anders sehen zu können. Die Beiträge sind dazu ausgesucht, Ideen anzuregen. Ein gutes Beispiel, wie das funktionieren kann, zeigt die Trauerhalle eines privat geführten Feuerbestattungsunternehmens bei Halle a.d. Saale.
Die beiden Hauptkapitel [versterben] und [verabschieden] beinhalten die Beschreibung der Praxisbeispiele.
Nachgestellt sind je eine kurze Zusammenstellung mit Kriterien und Empfehlungen für eine Gestaltung solcher Räume. Diese Punkte sind aus meinen Beobachtungen und den Gesprächen mit Menschen entstanden, die ich bei meinen Besuchen getroffen habe.
Es [verbleiben] zum Schluß weiterführende Literaturangaben und Weblinks.
    
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Fachvortrag
Innenraum Hospiz - Raumkonzeption, Entwurf und Ausstattung für ein Haus mit Seele.
Geeignet für Hospizvereine, Gründungsinitiativen sowie die für Hospizbauten tätigen Planer, Architekten und Innenarchitekten.
Dauer ca. 45 min, inkl. Handout und weiterführender Literatur-/weblink-Liste |