Dokumentation über die bauliche Entwicklung und Gestaltung von barrierefreien Querungsanlagen
Bundesweit werden die Fahrbahnränder an Querungsstellen niveaugleich (Trend) ausgeführt, ohne dass eine ausreichende Sicherung insbesondere für blinde Menschen vorgesehen wird!
 Beispiel einer Nullabsenkung in Bielefeld, Stand 2003
- Woher weiß ein Blinder, beim zügigen Gehen und relativ geringem
Verkehrsaufkommen in einer ihm unbekannten Umgebung, wann er den Einmündungsbereich
einer Straße, eine Querungsstelle oder Einstieg einer Haltestelle erreicht hat?
- Wie kann ein Blinder möglichst selbstständig die aufgefundene Situation
bewältigen und welche geeigneten technischen bzw. baulichen Hilfsmittel können
ihm dafür zur Verfügung gestellt werden?
Um die gesetzliche Vorgabe des Bundesgleichstellungsgesetzes
(BGG), möglichst "weitgehend barrierefrei" zu Bauen erfüllen zu können
(vgl. Bundesfernstraßen- und Hessisches Straßengesetz), ist es im Hinblick auf
andere Verkehrsteilnehmer und das Abwägungsgebot unumgänglich, z.B. nach
stufenfreien Ausführungen von Fußgängerüberwegen zu suchen.
Grobe Unebenheiten oder unvermutete Schwellen sind insbesondere für
Gehbehinderte (und Blinde) Gefahrenquellen (vgl. Heft direkt 54;
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen).
 Grundvoraussetzung für eine niveaugleiche Querung ist ein annähernd orthogonales Wegesystem.
geradlinige Wegeführung (vgl. EFA)
Deshalb werden im Zuständigkeitsbereich des ASV Kassel unterschiedliche
Pilotprojekte in Abstimmung mit den örtlichen Behindertenverbänden und den
jeweiligen Kommunen baulich umgesetzt und in Form einer vergleichenden
Betrachtung dargestellt. Ziel dabei ist, die bisherigen "Planungsansätze
und Gedankenmodelle" in die Praxis umzusetzen und dort auf Tauglichkeit
testen.
Die in der hier veröffentlichten Dokumentation vorgenommene vergleichende
Betrachtung bezieht sich auf eine konkret umgesetzte Maßnahme in einem
Mittelzentrum mit dem Lösungsziel
- möglichst gleichbleibende und unverwechselbare Systeme,
- mit einer optimaler Anpassung an die jeweilige Situation und
- damit ein beispielgebendes Modell für andere hessische Städte
herzustellen.
Beide Dokumentationen stehen hier zum Downloaden bereit
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